WISSEN & INSIGHTS

Glossar der
Kreislaufwirtschaft – klar,
digital, zukunftssicher

Zentrale Begriffe aus Kreislaufwirtschaft, Entsorgungswirtschaft, Recycling, Compliance und EU-Regulatorik einfach erklärt, fachlich eingeordnet und mit digitalen Prozessen verbunden.

Kurz erklärt

Das Circuflow Glossar macht Fachbegriffe verständlich und zeigt, warum sie für digitale Entsorgungsprozesse, Nachweise und Circular Readiness relevant sind.

Wissen klar geordnet

Drei einfache Themenfelder geben der Seite Struktur. So verstehen Nutzer, Google und KI-Systeme schnell, welche Begriffe fachlich zusammengehören.

Regulatorik

Recht & Compliance

KrWG, EPR, PPWR, Produktpass, Nachweispflichten und regulatorische Anforderungen.

Stoffströme

Materialien & Stoffströme

Recycling, Sekundärrohstoffe, Urban Mining, Bauschutt, Metalle und Materialkreisläufe.

Digitalisierung

Digitale Prozesse

ERP, Dokumentation, Prozessdaten, Touren, Circular Readiness und digitale Kreislaufwirtschaft.

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Begriffe alphabetisch

A

Abfall

Recht

Kurzdefinition: Im rechtlichen Sinne des deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetzes sind Abfälle alle Stoffe oder Gegenstände, derer sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. In einer echten Kreislaufwirtschaft wird angestrebt, den Abfallbegriff durch konsequente Nutzung als Sekundärrohstoff zunehmend zu reduzieren.

Abfallhierarchie

Recht

Kurzdefinition: Die Abfallhierarchie ist ein fünfstufiges Prinzip der Abfallbewirtschaftung. Die Stufen lauten in absteigender Priorität: Vermeidung, Vorbereitung zur Wiederverwendung, Recycling, sonstige Verwertung und Beseitigung.

B

Bauschutt

Materialien

Kurzdefinition: Bauschutt ist eine Unterkategorie der mineralischen Bauabfälle und besteht primär aus Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die bei Abbruch- und Sanierungsarbeiten anfallen. Er stellt eine zentrale Quelle für das Baustoffrecycling in der Kreislaufwirtschaft dar.

C

Cradle-to-Cradle (C2C)

Design

Kurzdefinition: Cradle-to-Cradle ist ein Designprinzip, das Produkte so gestaltet, dass sie am Ende ihrer Nutzungsdauer in biologischen oder technischen Kreisläufen vollständig und möglichst ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden können.

D

Digitaler Produktpass (DPP)

EU-Recht

Kurzdefinition: Der Digitale Produktpass ist ein elektronisches Dokument, das im Rahmen der EU-Ökodesign-Verordnung eingeführt wird. Er enthält Informationen über Herkunft, Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und Umweltauswirkungen eines Produkts.

Downcycling

Recycling

Kurzdefinition: Downcycling bezeichnet einen Recyclingprozess, bei dem das gewonnene Sekundärmaterial eine geringere Qualität oder Funktionalität aufweist als das ursprüngliche Material. Es ist besser als Deponierung, aber weniger hochwertig als echtes Recycling oder Upcycling.

E

Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)

Recht

Kurzdefinition: Die Extended Producer Responsibility ist ein umweltpolitisches Prinzip, das Hersteller und Vertreiber verpflichtet, Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte zu übernehmen – insbesondere für Rücknahme, Recycling und Entsorgung.

G

Greenwashing

Compliance

Kurzdefinition: Greenwashing bezeichnet PR-Methoden, die Unternehmen, Produkten oder Dienstleistungen ein umweltfreundliches Image verleihen, ohne dass dafür eine ausreichende sachliche Grundlage besteht. Die EU geht mit strengeren Vorgaben gegen unbelegte Umweltaussagen vor.

K

Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)

Kernbegriff

Kurzdefinition: Die Kreislaufwirtschaft ist ein regeneratives System, in dem Ressourceneinsatz, Abfallproduktion, Emissionen und Energieverschwendung durch das Verlangsamen, Verkleinern und Schließen von Energie- und Materialkreisläufen minimiert werden.

Kupfer-Recycling

Materialien

Kurzdefinition: Kupfer ist ein für Energiewende und Digitalisierung essenzielles Metall, das sich ohne Qualitätsverlust sehr häufig recyceln lässt. Sekundärkupfer kann im Vergleich zur Primärproduktion erhebliche CO₂-Emissionen einsparen.

Ö

Ökodesign (Ecodesign)

EU-Recht

Kurzdefinition: Ökodesign ist die Integration von Umweltaspekten in die Produktgestaltung mit dem Ziel, die Umweltbelastung eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg zu verbessern. Die ESPR setzt hierfür neue verbindliche Rahmenbedingungen.

Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA)

Methodik

Kurzdefinition: Die Ökobilanz ist eine systematische Methode zur Erfassung und Bewertung potenzieller Umweltauswirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung über den gesamten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

P

Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)

EU-Recht

Kurzdefinition: Die PPWR ist eine zentrale EU-Verordnung zur Reduzierung von Verpackungsmüll und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Sie führt unter anderem Anforderungen an Recycelbarkeit, Rezyklateinsatzquoten und Verpackungsdesign ein.

Product Environmental Footprint (PEF)

Methodik

Kurzdefinition: Der PEF ist eine von der Europäischen Kommission entwickelte Methode zur Messung der Umweltleistung von Produkten über deren Lebenszyklus. Sie basiert auf der Ökobilanz-Methodik und soll Umweltaussagen vergleichbarer machen.

R

Rebound-Effekt

Ökonomie

Kurzdefinition: Der Rebound-Effekt beschreibt das Phänomen, dass Effizienzsteigerungen nicht im erwarteten Umfang zu Einsparungen bei Energie oder Ressourcen führen, weil Kostensenkungen zu vermehrter Nutzung oder zusätzlichem Konsum führen können.

S

Sekundärrohstoff

Materialien

Kurzdefinition: Sekundärrohstoffe sind Materialien, die durch Recyclingprozesse aus Abfällen oder ausgedienten Produkten gewonnen werden und als Ausgangsstoffe für neue Produkte dienen. Sie ersetzen primäre Rohstoffe und schonen Ressourcen.

U

Wissen wird erst durch Umsetzung wertvoll

Circuflow verbindet Fachbegriffe, regulatorische Anforderungen und operative Prozesse in einer digitalen Plattform für Entsorgungsbetriebe und Kreislaufwirtschaft.

FAQ zum Glossar der
Kreislaufwirtschaft

Die FAQ liefert kurze Antworten auf Suchanfragen und macht die Seite für Nutzer sowie KI-Antwortsysteme leichter verständlich.

Was ist ein Glossar der Kreislaufwirtschaft?

Ein Glossar der Kreislaufwirtschaft erklärt zentrale Begriffe aus Recycling, Entsorgungswirtschaft, EU-Regulatorik, Materialbewertung und digitalen Prozessen.

Warum ist ein Glossar für Entsorgungsbetriebe sinnvoll?

Entsorgungsbetriebe arbeiten mit vielen rechtlichen, technischen und operativen Begriffen. Ein strukturiertes Glossar hilft, Begriffe einheitlich zu verstehen.

Wie passt Circuflow zur digitalen Kreislaufwirtschaft?

Circuflow unterstützt dabei, Entsorgungsprozesse digital abzubilden, Daten konsistent zu dokumentieren und Anforderungen aus Compliance, Nachweisführung und Stoffstrommanagement zu integrieren.