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Leitfaden

Schluss mit Insellösungen: Wie offene Standards die Akteure der Kreislaufwirtschaft vernetzen

Die deutsche Kreislaufwirtschaft ist ein komplexes Ökosystem mit über 10.000 verschiedenen Akteuren – von kommunalen Entsorgern über private Sammler und Spediteure bis hin zu hochspezialisierten Sortier- und Verwertungsanlagen. Wie der „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2024“ [1] zeigt, ist die effiziente Zusammenarbeit dieser Akteure der Schlüssel für eine funktionierende Circular Economy. Doch in der Praxis verhindern oft noch Insellösungen und proprietäre Systeme einen reibungslosen Daten- und Informationsfluss. Die Zukunft gehört daher offenen Standards und Plattformen wie Circuflow, die es ermöglichen, die gesamte Wertschöpfungskette nahtlos zu integrieren – und dabei sogar die Expertise globaler IT-Dienstleister wie HCL Technologies einzubinden.

Das Problem: Fragmentierte Daten in einer vernetzten Welt

Ein typischer Prozess in der Kreislaufwirtschaft involviert eine Vielzahl von Partnern: Ein Container wird beim Abfallerzeuger abgeholt, von einem Spediteur zu einer Sortieranlage transportiert, dort gewogen, analysiert und schließlich einem Verwertungsweg zugeführt. Jeder dieser Schritte erzeugt Daten – doch oft bleiben diese in den jeweiligen Systemen der beteiligten Unternehmen gefangen. Der Spediteur nutzt eine andere Software als die Sortieranlage, die wiederum nicht mit dem System des Endverwerters kommunizieren kann. Die Folgen sind:

  • Medienbrüche: Daten werden manuell per E-Mail, Telefon oder sogar Fax übertragen – ein fehleranfälliger und ineffizienter Prozess.
  • Fehlende Transparenz: Niemand hat einen vollständigen Überblick über den gesamten Stoffstrom in Echtzeit.
  • Hoher administrativer Aufwand: Daten müssen mehrfach erfasst und abgeglichen werden, was Zeit und Ressourcen kostet.
  • Compliance-Risiken: Eine lückenlose Dokumentation für die Behörden ist nur mit großem Aufwand zu erstellen.

Die Lösung: Offene Standards und kollaborative Plattformen

Genau hier setzen offene Plattformen wie Circuflow an. Anstatt ein weiteres geschlossenes System zu schaffen, basiert Circuflow auf dem Open-Source-ERP-System Odoo. Dieser Ansatz bietet entscheidende Vorteile:

  • 1. Interoperabilität durch offene Schnittstellen (APIs):
    • Circuflow ist von Grund auf darauf ausgelegt, mit anderen Systemen zu kommunizieren. Über standardisierte APIs können die verschiedenen Softwarelösungen der Partner entlang der Wertschöpfungskette an die zentrale Plattform angebunden werden. Der Spediteur kann seine Tourenplanungs-Software integrieren, die Waage in der Sortieranlage übermittelt ihre Daten automatisch, und der Endverwerter erhält alle relevanten Informationen digital. So entsteht ein einheitlicher, durchgängiger Datenfluss ohne Medienbrüche.
  • 2. Integration der gesamten Wertschöpfungskette:
    • Ein offener Standard ermöglicht es, alle Akteure auf einer einzigen Plattform zu vereinen. Dies schafft eine „Single Source of Truth“ – eine verlässliche, zentrale Datenquelle für alle Beteiligten. Jeder Akteur hat Zugriff auf die für ihn relevanten Informationen in Echtzeit. Dies ermöglicht eine völlig neue Form der Zusammenarbeit:
AkteurIntegration durch CircuflowVorteil
AbfallerzeugerDigitale Beauftragung, Einsicht in Abholstatus und VerwertungsnachweiseTransparenz, einfache Abwicklung, lückenlose Dokumentation
SpediteurAnbindung der Tourenplanung, digitale Fahraufträge, GPS-TrackingEffiziente Disposition, weniger administrativer Aufwand, Echtzeit-Kommunikation
SortieranlageAutomatisierte Übernahme von Wiegedaten, Anbindung von AnalysesystemenSchnellere Abwicklung, präzise Materialerfassung, optimierte Lagerhaltung
VerwerterDigitale Avisierung von Lieferungen, Übermittlung von QualitätsdatenBessere Planbarkeit, gesicherte Rohstoffqualität, transparente Abrechnung
  • 3. Einbindung von externen Partnern wie HCL Technologies:
    • Die Offenheit der Plattform erlaubt es zudem, die Expertise spezialisierter IT-Dienstleister wie HCL Technologies nahtlos zu integrieren. HCL kann beispielsweise dabei helfen, komplexe IoT-Daten an Circuflow zu übermitteln, individuelle Dashboards und Analyse-Tools zu entwickeln oder die IT-Sicherheit der gesamten Plattform zu gewährleisten. Anstatt auf die begrenzten Ressourcen eines einzigen Anbieters angewiesen zu sein, können Unternehmen auf ein ganzes Ökosystem von Spezialisten zurückgreifen und so die für sie optimale Lösung konfigurieren.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel – offene Standards sind die Tür

Der „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2024“ fordert eine intensivere Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Offene, standardisierte Plattformen wie Circuflow sind die technologische Antwort auf diese Forderung. Sie brechen die Datensilos auf, schaffen Transparenz und ermöglichen eine effiziente, digitale Kollaboration zwischen allen Akteuren. Für Unternehmen der Kreislaufwirtschaft bedeutet der Umstieg auf einen offenen Standard nicht nur eine Optimierung der eigenen Prozesse, sondern vor allem die Fähigkeit, sich nahtlos in das digitale Ökosystem der Circular Economy zu integrieren. Nur so kann das volle Potenzial einer vernetzten Kreislaufwirtschaft gehoben und die ambitionierten Ziele der Branche erreicht werden.

Quelle
[1] bvse et al. (2024). *Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2024*.

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